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Pressespiegel

Dienstag, 28. Feb. 2017

Absolute Mehrheit für Lukas Misere

Am Handballer führt bei der Sportlerwahl kein Weg vorbei / Heyl, Muche und Aerobic-Team stehen ebenfalls ganz oben

Titelverteidigung geglückt: Lukas Misere (2.v.l.) ist erneut Sportler des Jahres.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig und Guido Menker (Foto). Was für ein souveräner Sieg! An Titelverteidiger Lukas Misere war auch bei der Sportlerwahl 2016, die im Rahmen der Rotenburger Sportlerehrung in der Pestalozzihalle über die Bühne ging, kein Vorbeikommen. Der Leistungsträger des Handball-Verbandsligisten TuS Rotenburg erhielt 60,5 Prozent der Stimmen – die absolute Mehrheit. Auch sein Coach Nils Muche freute sich über reichlich Zuspruch und sicherte sich bei den Trainern den Titel. Bei den Sportlerinnen ging die Wahl hingegen etwas knapper aus. Aerobic-Turnerin Flora Heyl (TuS Rotenburg) hatte schließlich die Nase vorne. Und auch bei den Mannschaften hatte die Aerobic-Sparte Grund zum Jubeln, schließlich ging die Goldmedaille an das Erwachsenen-Team.

Etwas kurios: Die Aerobic- und die Handball-Sparte teilen die vier Titel gerecht unter sich auf. Die 1 339 Leser, die per Internet oder Stimmkarte ihr Votum abgegeben hatten, und die Jury waren sich in fast allen Bereichen einig und sahen in drei der vier Kategorien die gleichen Athleten ganz oben auf dem Podest. Einzig bei den Mannschaften gingen die Ergebnisse auseinander.

So sicher, wie er sich bei den Handballern Woche für Woche vor dem gegnerischen Tor zeigt und somit dafür sorgt, dass sein Team die Tabelle anführt, so souverän holte sich Misere erneut den Titel zum „Sportler des Jahres“. Satte 1619 Stimmen gingen auf sein Konto. 

Mit weitem Abstand kam Hauke Sievers von den Oberliga-Basketballern der BG ’89 Hurricanes auf Rang zwei (526 Stimmen). Bronze ging an Jannis Niestädt, Fußballer des Landesligisten Rotenbuger SV. „Damit hätte ich nicht gerechnet. Natürlich ist es schön, vor so vielen Zuschauern ausgezeichnet zu werden“, erklärte ein sichtlich gerührter Misere. Damit ist der 21-Jährige nach Schwimmer Michael Heimsoth (1985 bis 1987), Judoka Dimitri Peters (2004 bis 2006) und Schwimmer Günter Schöpke (2010 und 2011) der vierte Sportler, der seinen Titel verteidigte.

„Sportlerin des Jahres“ war überrascht

Einen ähnlich klaren Sieg fuhr Flora Heyl ein. Das Aerobic-Ass kam schließlich auf 952 Stimmen und hatte damit 341 Stimmen mehr als Ausnahmetriathletin Angela Boczek vom TuS Rotenburg (611). Dritte wurde Bundesliga-Basketballerin Pia Mankertz von den Avides Hurricanes (488). 

Die neue „Sportlerin des Jahres“, die mit Vorjahressiegerin Wiemke Büttner ihre Teamkollegin auf dem Thron ablöste, zeigte sich vom Sieg sichtlich überrascht und schaute erstmal verdutzt ihre Teamkolleginnen am Tisch an: „Ich freue mich total. Das ist der krönende Abschluss einer tollen Saison“, so Heyl, die ihr Lachen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekam.

Die Wahl zum „Trainer des Jahres“ war unter den Lesern noch ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen. Gerade einmal drei Punkte lag Nils Muche vor Leichtathletiktrainer Bruno Gärtner vom Rotenburger Spaß-BuS. Die Jury sah indes den Handball-Coach deutlich vorne, wodurch sich der Schneverdinger doch noch deutlich absetzte. 1 302 Stimmpunkte verbuchte der erfolgreiche Trainer schließlich auf seinem Konto. „Dass ich schon nach zwei Jahren als Rotenburger Trainer ausgezeichnet werde, ist eine sehr große Ehre für mich. Der Erfolg ist aber nicht mein alleiniger Verdienst, dazu gehört mein komplettes Trainerteam, denn sonst wäre vieles nicht möglich“, sagte Muche. Bruno Gärtner hatte letztlich 535 Stimmen und durfte sich über die Silbermedaille freuen. Knapp dahinter erreichte Basketball-Coach Christoph Treblin von der BG ’89 Hurricanes den dritten Rang (520).

910 Punkte für das Aerobic-Team

Während sich Wiemke Büttner im vergangenen Jahr noch den Titel „Sportlerin des Jahres“ gesichert hatte, bekam sie gestern erneut die Goldmedaille – wie schon bei der Deutschen Meisterschaft – um den Hals gehängt; dieses Mal aber nicht alleine. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Lena Jedamzik, Nele Ludwig, Esther Gödecke und Luna Warnken holte sie sich den ersten Platz bei den Mannschaften. Das Aerobic-Team erhielt 910 Punkte und damit 318 Stimmen mehr als die Handball-A-Jugend des TuS Rotenburg, die damit auf Platz zwei kam. Nur acht Punkte dahinter landeten die Prellball-Damen des TV Sottrum, die ebenfalls Deutscher Meister sind. Damit waren sie gleichzeitig die einzigen Athleten, die sich bei der Sportlerwahl eine Medaille sicherten, aber nicht von einem Rotenburger Verein stammen.

„Nach den Plätzen zwei und drei hatten wir schon ein bisschen abgeschaltet, da der erste Platz für uns unrealistisch war. Umso größer ist jetzt natürlich die Freude“, so Aerobic-Trainerin Maike Sondermann. Nach 15 Jahren ist es damit das erste Mal wieder gelungen, dass ein Aerobic-Team ganz oben auf dem Podest der Sportlerwahl steht.

Durch die kurzweilige Veranstaltung der Stadt, die in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine und den vier Sponsoren (Rotenburger Kreiszeitung, Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, Stadtwerke Rotenburg, Rolf-Ludwig-Stiftung) ausgetragen wird, führte erstmals Moderatorin Carmen Ludwig. Zwar leicht gehandicapt durch eine hartnäckige Erkältung, führte die gebürtige Rotenburgerin dennoch gekonnt durch den Abend. Dass sie nicht nur sicher am Mikrophon ist, bewies die 27-Jährige gleich zu Beginn der Show. Mit ihrer Luftgitarre zog sie das Publikum auf ihre Seite und sorgte für eine ausgelassene Stimmung unter den rund 800 Zuschauern.

Rotenburg Kreiszeitung vom 25.02.2017

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